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So much to concern

1 August 2009 | Schlagwörter:, , | Keine Kommentare

Irgendwann ist der Punkt erreicht wo die Zahl der Ideen die man im Kopf hat einfach die Faulheit überwindet. Vor allem ist einem dann auch egal dass es eventuell nicht so ausführlich, tiefschürfend, messerscharf analysierend und brilliant wird wie man es gerne hätte. Das beste Mittel gegen die Schreibblockade ist immer noch das Schreiben.

Aufregung Nummer 1:
Eigentlich wollte ich mich darüber aufregen dass die Kolumne Da staunt der Chef aus der Zeit nur eine Anleitung darstellt wie der Arbeitnehmer am besten seine Angestellten ausnimmt, weil jedesmal wenn ich da reingucke beschrieben wird was man am Arbeitsplatz alles nicht darf. Kann man ja machen, die Zeit ist ja auch eher ein Arbeitgeberblatt, aber dann bitte nicht unter diesem Titel, und vor allem nicht unter der Taxonomie Arbeitsrecht. Nun, eben hab ich noch mal geguckt, die behandelten Themen gestalten sich dann doch recht durchwachsen. 1:1 quasi. Ein kleines Lehrstück in subjektiver Wahrnehmung also, wenn ich auch nichts gegen vollständiges Arbeitgeberbashing hätte.

Aufregung Nummer 2:
Natürlich versuch(t)e auch ich mich auf Twitter. Ich habe ein paar halbherzige Nachrichten da hineingestellt, einfach weil mir nicht einfallen will was ich in 140 Zeichen spannendes sagen soll wenn nicht gerade neben mir ein Vulkan ausbricht. Hier las ich gerade das man Kurznachrichten zb mit japanischen Haikus vergleichen könne. Ok, werd ich dran denken wenn ich irgendwann mal meine lyrische Ader entdecke. Fürs erste halte ich mich da an die großen deutschen Vorbilder der Literatur, und Goethe hat eben keine Kurzgeschichten geschrieben, Thomas Mann nicht, und Theodor Fontane sowieso nicht. Brecht vielleicht, aber der war ja auch Lyriker.
Ich bin sowieso der Meinung das diese Zwitscherei eh nur dann interessant wird wenn die Nachrichtenschnipsel im Minutentakt einschlagen, und aneinandergekettet ergibt das dann auch wieder einen langen Text. Einen Textstream wenn man so will. Ich bewahre mir lieber meinen Luxus alle paar Tage/Monate/oder so mal was zu schreiben, was man auch mal später wieder liest, ohne in einem riesigen Wust von Schnipseln erstmal den Anfang finden zu müssen.

Aufregung Nummer 3:
Ich habe eine Idee. Ich werde sie hier nicht ausplaudern, zumindest nicht im Detail. Es hat was mit Veröffentlichung von Texten halbfiktionaler Natur zu tun, und würde viel Aufwand und Enthusiasmus verlangen. Alleine deswegen wird das vermutlich eh nix. Was mich ärgert, ist die Tatsache das sowas vermutlich rechtlich schwierig wird, weil irgendwer der Meinung ist seinen betretenen Schlips juristisch verteidigen zu müssen. Ich will ein Gesetz was besagt das ich oben “Satire” dran schreiben muss und dann machen kann was ich will ohne dass mir wer ans Bein pisst.

Noch was?
Ja, es ist heiß.

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